In Syrien ist ein seit 2012 vermisster US-Journalist am Sonntag von seinen Entführern freigelassen worden. US-Aussenminister John Kerry gab den Namen des Reporters mit Theo Curtis an. Er kündigte zugleich an, dass die Vereinigten Staaten alle diplomatischen, geheimdienstlichen und militärischen Mittel nutzen würden, um weitere amerikanische Geiseln in Syrien zu befreien.

Ein Informant aus Katar sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Curtis sei einem Vertreter der Vereinten Nationen in Syrien ausgeliefert worden. Geheimdienste Katars hätten bei der Freilassung eine Rolle gespielt. Es habe Gespräche mit den «richtigen Leuten in Syrien» gegeben. Der Informant fügte hinzu, die Befreiung von Gefangenen der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) wäre für Katar «sehr schwierig». Mit anderen Gruppen sei es dagegen einfacher.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

20 Journalisten vermisst

Nach Schätzung des in den USA ansässigen Komitees zum Schutz von Journalisten werden in Syrien etwa 20 Journalisten vermisst. Es wird vermutet, dass viele davon sich in der Gewalt von IS befinden. Die Miliz hatte vor wenigen Tagen ein Video veröffentlicht, dass die Enthauptung des amerikanischen Journalisten James Foley zeigt. Außerdem drohte IS mit der Tötung eines weiteren Reporters, den die Organisation gefangen hält. 

(reuters/dbe)