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Politik

Entscheid über Griechenland-Hilfe verschoben

Ergebnislose Verhandlungen - dennoch ist der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble zuversichtlich. (Bild: Bloomberg)

Griechenland erhält für sein Sparprogramm mehr Zeit, dadurch entsteht aber eine milliardenschwere Finanzlücke. Marathonverhandlungen von Eurogruppe und IWF verliefen erneut ergebnislos.

Veröffentlicht am 21.11.2012

Die internationalen Geldgeber haben ihre Verhandlungen über die Griechenland-Hilfe auf Montag vertagt. Das sagte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble nach Marathonverhandlungen in Brüssel.

«Wir haben intensiv diskutiert. Wir haben einen besseren Kontrollmechanismus.» Da die Fragen so kompliziert seien, habe es jedoch keine abschliessende Lösung gegeben. Er nehme an, dass die Finanzlage Griechenlands daher kein Thema auf dem am Donnerstag beginnenden EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs werde.

Griechenland hat Vorbedingungen erfüllt

Schäuble zufolge liegt «eine Reihe von Optionen» auf dem Tisch, wie eine Finanzierungslücke im Hilfsprogramm für Griechenland geschlossen werden soll. Die Eurogruppe und der Internationale Währungsfonds (IWF) hatten sich schon in der vergangenen Woche nicht auf einen Plan zur Unterstützung Griechenlands einigen können.

Griechenland habe alle Vorbedingungen in befriedigender Weise erfüllt, hiess es in einer knappen Mitteilung von Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker. Bis zum Montag müsse nun weitere «technische Arbeit» erledigt werden.

Bei den knapp 12-stündigen Verhandlungen ging es unter anderem darum, ob Griechenland eine neue Hilfsauszahlung von mindestens 31,5 Milliarden Euro erhalten kann. Auch diese Zahlung kann wegen der fehlenden Vereinbarung noch nicht geleistet werden. Ein weiteres Problem ist ein Finanzloch, das bis 2014 rund 13,5 Milliarden Euro ausmachen wird.

(vst/aho/sda)

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