1. Home
  2. Politik
  3. Entsorgung von Atommüll droht teurer zu werden

Energie
Entsorgung von Atommüll droht teurer zu werden

Atommüll: Die Kosten werden nach wie vor massiv unterschätzt. Keystone (Symbolbild)

Die Kosten für die Stilllegung von Schweizer AKW und die Entsorgung des nuklearen Abfalls werden nach wie vor massiv unterschätzt. Mehrkosten von mindestens 3.5 Milliarden Franken werden erwartet.

Von David Vonplon
am 06.05.2015

Die Schweizerische Energiestiftung (SES) hat Szenarien berechnet, welche bisher ausgeblendete Kostenrisiken wie Bauverzögerungen, rechtliche Hürden sowie böse Überraschungen Unter Tage mit berücksichtigt. Die Szenarien zeigen, dass im Vergleich zum offiziellen Zeitplan des Bundes eine Verzögerung von 35 Jahren zu erwarten ist. Dadurch resultieren Mehrkosten von mindestens 3.5 Milliarden Franken.  

«Die Schätzungen der AKW-Betreiber beruhen auf einem Schönwetterszenario», kritisiert Sabine von Stockar von der Energie-Stiftung. Sie fordert, dass der Bund die Kostenrisiken in Form von verschiedenen Szenarien antizipiert. Zu optimistische Zahlen würden dazu führen, dass die Einlagen der Betreiber in die Fonds zur Deckung der Stilllegungs- und Entsorgungskosten zu tief ausfallen. «Letztlich würden dann die Steuerzahler zur Kasse gebeten.»

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.

Anzeige