Die Türkei hat die international scharf kritisierte Blockade des Online-Kurznachrichtendienstes Twitter nach zwei Wochen aufgehoben. Dies teilte ein Vertreter der Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag mit.

Das Verfassungsgericht hatte am Tag zuvor die von der Regierung veranlasste Twitter-Blockade als Verstoss gegen die Meinungsfreiheit gewertet.

Zugang am 21. März gesperrt

Die Telekomaufsicht TIB sperrte den Zugang zu dem Online-Kurznachrichtendienst am 21. März, nachdem Erdogan angekündigt hatte, gegen Twitter vorzugehen. Über den Internetdienst waren kurz vor Kommunalwahlen unter anderem Verweise auf Tonaufnahmen verbreitet worden, die angeblich Korruption im engeren Umfeld Erdogans belegen.

Auch der Google-Videodienst Youtube wurde von der TIB blockiert, hier stehen Gerichtsentscheidungen noch aus.

(reuters/vst/dbe)