Spaniens Steuerfahnder haben den nächsten dicken Fisch aus der Welt des Spitzenfussballs am Haken. Nach den Starspielern Lionel Messi und Cristiano Ronaldo gibt es nun auch Vorwürfe gegen den portugiesischen Trainer Jose Mourinho. Wie die Madrider Staatsanwaltschaft mitteilte, soll er den Behörden 3,3 Millionen Euro schulden. Mourinho habe in seiner Zeit als Trainer von Real Madrid Einnahmen aus seinen Bildrechten nicht angegeben. Wegen dieses Steuerbetrugs sei Klage vor einem örtlichen Gericht eingereicht worden.

Von Vertretern Mourinhos war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der Portugiese gehört zu den erfolgreichsten Fussballtrainern weltweit. Seit 2016 steht er bei Manchester United unter Vertrag. 2013 wechselte er von Madrid zum englischen Spitzenclub Chelsea.

Messi, Neymar, Ronaldo

In Spanien gibt es eine lange Liste mit Fussballern, gegen die wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit Steuerschulden und Transferzahlungen ermittelt wird, darunter auch Messi vom FC Barcelona und sein Vereinskollege Neymar. Jüngster Fall ist der von Cristiano Ronaldo von Real Madrid. Die spanischen Behörden werfen dem portugiesischen Starspieler Steuerbetrug in Höhe von 14,7 Millionen Euro vor. Ronaldo streitet ein Fehlverhalten ab. Medienberichten zufolge trägt er sich wegen der Ermittlungen mit Abwanderungsgedanken.

Real-Clubpräsident Florentino Perez sagte dazu nun in einem Radiointerview, er denke nicht daran, Ronaldo ziehen zu lassen. Denn der habe noch einen Vertrag. Dieser läuft bis 2021 und enthält eine Freigabeklausel über eine Milliarde Euro. Perez sagte, er habe noch nicht mit Ronaldo über die Steuerprobleme gesprochen. Einem Zeitungsbericht zufolge soll Ronaldo am 31. Juli eine Aussage in der Angelegenheit machen. Derzeit hält er sich mit der portugiesischen Nationalmannschaft beim Turnier Confederations Cup in Russland auf.

Anzeige

Das sind die teuersten Fussballer:

(reuters/cfr/chb)