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Politik

Ermittlungen gegen HSBC und Credit Suisse in den USA

Credit-Suisse: Angeklagte Mitarbeiter. (Bild: Keystone)

Offenbar sind die USA an mehr Kundendaten von Schweizer Banken gelangt als bisher angenommen. Laut einem Zeitungsbericht sind entgegen gestriger Meldungen auch Namen von Bankmitarbeitern mitgeliefert

Veröffentlicht am 01.02.2012

Laut Informationen des «Tages-Anzeiger» läuft neben dem Amtshilfeverfahren zur Herausgabe von Kundendaten über Steuerbetrüger, die ihr Konto bei der Grossbank Credit Suisse (CS) haben, ein weiteres, geheimes Amtshilfeverfahren. Das hat ein Sprecher des Bundesamts für Justiz der Zeitung bestätigt. Offenbar wurden in diesem Zusammenhang bereits Ende des letzten Jahres Unterlagen an die USA geliefert.

Neben der CS ist dabei auch der Schweizer Ableger der britischen Bank HSBC im Visier der Ermittler der US-Börsenaufsicht SEC. Sie wollen herausfinden, ob nicht genehmigte Kontakte mit US-Steuersündern stattgefunden haben. Deswegen sind bereits sechs CS-Mitarbeiter und einige Angestellte anderer Schweizer Banken angeklagt.

Offenbar werden im Rahmen dieses zweiten Amtshilfeverfahrens nun auch Unterlagen geliefert, aus denen die Identität von Bankmitarbeitern hervorgeht. Gestern noch hatte es geheissen, dass die Daten, die man in die Vereinigten Staaten sendet, codiert seien. Wie Folco Galli, Sprecher des Bundesamtes für Justiz gegenüber dem «Tages-Anzeiger» erklärte, könnten aber Unterlagen zu einzelnen durch das US-Justizministerium bereits angeklagten Mitarbeitern decodiert durch die SEC den USA übermittelt werden.

(laf/tno)

 

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