Die israelische Armee hat in der Nacht zum Montag ihre Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen fortgesetzt. Nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte wurden bei einem Angriff mindestens zwei Menschen in dem Küstengebiet getötet.

Damit stieg die Zahl der getöteten Palästinenser seit dem Beginn des Konflikts zwischen der israelischen Armee und militanten Palästinensergruppen Anfang Juli auf mindestens 2122.

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Eine Armeesprecherin in Tel Aviv sagte, binnen 24 Stunden seien 65 Ziele im Gazastreifen bombardiert worden. Dortigen Augenzeugen zufolge wurden zwei Moscheen zerstört, im nördlichen Beit Hanun sowie in der Stadt Gaza.

Raketen über israelischen Städten

Nach einer ruhigen Nacht heulten in mehrere israelischen Städten am Montagmorgen wieder die Warnsirenen. Mindestens zwei Raketen seien in offenen Gebieten eingeschlagen, berichtete das israelische Fernsehen. Am Sonntagabend zerstörte die Luftwaffe nach eigenen Angaben eine Abschussrampe, von der aus eine Rakete nach Jerusalem abgefeuert worden war.

Israel hatte am Wochenende seine Angriffe wieder verstärkt, nachdem am Freitag ein vierjähriges israelisches Kind getötet worden war. In dem Konflikt war am vergangenen Dienstag eine befristete Waffenruhe gescheitert.

Seitdem gibt es wieder heftige Gefechte. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Sonntag angekündigt, Israel werde seine Militäroffensive fortsetzen, bis aus dem Gazastreifen kein Beschuss mehr zu erwarten sei.

(sda/chb)