Im April haben weniger Menschen in der Schweiz um Asyl ersucht als im Vorjahr. 1376 Asylgesuche wurden eingereicht, 6 Prozent weniger als im April 2014. Bereits in den ersten drei Monaten des Jahres war die Zahl der Asylgesuche saisonal bedingt gesunken.

Im Vergleich zum März wurden im April 8 Prozent weniger Asylgesuche eingereicht, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) mitteilte. Stark angestiegen ist allerdings die Zahl der Gesuche von syrischen Staatsangehörigen: Sie legten um 45 Prozent auf 145 zu.

Am meisten Gesuche aus Eritrea

Deutlich mehr Asylgesuche verzeichnete das SEM auch von Personen aus Afghanistan (+68 Prozent auf 67 Gesuche) und Marokko (+53 Prozent auf 46). Aus vielen anderen Ländern war die Anzahl der Gesuche hingegen rückläufig.

Am meisten Gesuche stellten erneut Personen aus Eritrea (232), auch wenn die Zahl um 10 Prozent sank. Auf Rang zwei der Herkunftsländer liegt Syrien, dahinter folgt Sri Lanka mit 134 Gesuchen.

Saisonale Gründe

Nicht nur im April sondern bereits in den drei Monaten zuvor hatten deutlich weniger Personen in der Schweiz um Asyl ersucht. Das hat saisonale Gründe: Im Winter gelangen witterungsbedingt weniger Personen über das Mittelmeer nach Süditalien.

Auf Grund der Situation in den Herkunftsländern sowie in Libyen bleibe der Migrationsdruck jedoch hoch, schreibt das SEM. Die Zahl der gelandeten Personen steige in den Frühlingsmonaten wieder an - was sich auch in der Anzahl Asylgesuche in der Schweiz niederschlägt.

Im April erledigten die Behörden 2384 Asylgesuche in erster Instanz. 606 Personen wurde Asyl gewährt, 693 wurden vorläufig aufgenommen. Die Zahl der erstinstanzlich hängigen Fälle sank um 6 Prozent auf rund 13'380.

(sda/dbe/ama)