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Epidemie
Erster Ebola-Fall in den USA bestätigt

Gummistiefel: Die Bekämpfung der Ebola-Epidemie ist schwer.  Keystone

In den USA wird erstmals ein Patient mit Ebola diagnostiziert. Das teilt die Gesundheitsbehörde CDC mit. Der Patient liegt in Texas und sei strikt isoliert.

Veröffentlicht am 01.10.2014

Die Vereinigten Staaten haben ihren ersten bestätigten Ebola-Fall, wie das «Center for Disease Control and Prevention» am Dienstag mitteilte. Das ist das erste Mal, dass das tödliche Virus auf amerikanischem Boden diagnostiziert wird. Bei den Ebola-Patienten, die in den vergangenen Wochen zur Behandlung in die USA geflogen worden waren, war das Virus vor Ort in Westafrika festgestellt worden.

Der Patient liegt im «Texas Health Presbyterian Hospital» von Dallas, der drittgrössten Stadt von Texas. Der Patient infizierte sich im westafrikanischen Liberia, von wo er nach Texas reiste und dort mit Ebola-Symptomen in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Krankenhausmitarbeiter sagten, der Patient werde «streng isoliert».

USA an vordester Front

Im Kampf gegen Ebola drücken die USA auf ein stärkeres Engagement der Weltgemeinschaft: Ebola und andere tödliche Seuchen sollten als globale Sicherheitsbedrohung betrachtet werden, forderte US-Aussenminister John Kerry am Freitag vor Gesundheitsministern und Regierungsmitgliedern aus 44 Ländern, die eine Bevölkerung von rund vier Milliarden Menschen vertreten.

Es müsse schnell und umfangreich gehandelt werden, um den Schutz der Menschheit und der Volkswirtschaften zu gewährleisen. «Sollte die Epidemie nicht bekämpft werden, hat Ebola das Potenzial, eine so große Instabilität zu verursachen, wie wir sie seit dem Bürgerkrieg in Liberia nicht mehr gesehen haben», fügte Kerry hinzu.

1,4 Millionen Infizierte, falls nichts unternommen wird

US-Präsident Barack Obama hatte bereits am Donnerstag am Rande der UN-Generalversammlung in New York von der Staatengemeinschaft mehr Engagement im Kampf gegen die Ebola-Seuche in Westafrika gefordert. Die Zahl der Toten durch die Seuche nähert sich inzwischen der 3000er-Marke.

Laut Weltgesundheitsorganisation wurden 6263 Infektionen gemeldet. Im November könnte die Zahl der Toten bereits auf 20'000 steigen. Für Januar rechnen die USA mit bis zu 1,4 Millionen Infizierten, wenn nichts unternommen wird.

(ise/reuters)

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