US-Präsident Donald Trump hat seine erste Audienz mit Papst Franziskus begonnen. Er kam am Mittwochmorgen zusammen mit seiner Frau Melania und Tochter Ivanka, die beide einen schwarzen Schleier trugen, am Vatikan an. Per Handschlag grüssten sich der 70-jährige Republikaner und das Katholiken-Oberhaupt und posierten für ein Foto.

Der Besuch wurde mit Spannung erwartet, weil sich die Haltung der Beiden vor allem bei Themen wie Migration und Umweltschutz wesentlich unterscheidet. Es ist der erste Besuch Trumps auf europäischen Boden seit seinem Amtsantritt.

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Rundgang durch den Petersdom

Der Immobilienmilliardär und der «Papst der Armen» liegen bei vielen Themen über Kreuz. Beim Klimaschutz, in der Flüchtlingskrise und zu Fragen der Einwanderung vertreten sie gegensätzliche Positionen. Wegen des geplanten Baus einer Mauer an der Grenze zu Mexiko lieferten sich Trump und Franziskus während des US-Wahlkampfs bereits einen verbalen Schlagabtausch.

Begrüsst wurde die US-Delegation zunächst vom deutschen Präfekten des Päpstlichen Hauses, Georg Gänswein, der die Delegation durch den Palast führte. Nach der Audienz stand ein Rundgang durch die Sixtinische Kapelle und durch den Petersdom an.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen

Überall in Rom waren die Sicherheitsvorkehrungen extrem hoch. Am Petersplatz sammelten sich zahlreiche Touristen, die auf Einlass zur mittwochs üblichen Generalaudienz warteten.

Nach seinem Besuch im Vatikan trifft Trump in Rom den italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni und Staatschef Sergio Mattarella. Anschliessend reist Trump weiter nach Brüssel, wo am Nachmittag tausende Menschen gegen seinen Besuch demonstrieren wollen.

(sda/ise/mbü)