Die ETH Zürich organisiert für die neugewählten Parlamentarierinnen und Parlamentarier einen Einführungskurs. Dort sollen sich die Politiker Hintergrundwissen für die Arbeit im Bundeshaus aneignen können.

Der dreitägige Crashkurs für die Parlaments-Neulinge findet Ende November statt, kurz bevor deren erste Session beginnt. Er findet im Studienzentrum der Nationalbank in Gerzensee BE statt, wie die «NZZ» am Montag berichtete. ETH-Sprecherin Vanessa Bleich bestätigte die Angaben der Nachrichtenagentur sda.

Vermittelt wird Hintergrundwissen

Inhalt des Kurses ist vornehmlich Hintergrundwissen über diverse Themen wie Aussenpolitik, Volkswirtschaft, Sozialversicherungsrecht oder Globalisierung. Das parlamentarische Handwerk hingegen wird nicht gelehrt: Dafür sollen Parlamentsdienste und Fraktionen zuständig bleiben.

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Rund ein Dutzend renommierte Professorinnen und Professoren von Schweizer Universitäten werden das Wissen in Gerzensee vermitteln. Alle Referenten sollten ungebunden sein, weshalb keine Chefbeamten, oder Vertreter von Verbänden eingeladen wurden, heisst es im Artikel. Die Organisatoren zahlen den Dozenten zudem keine Honorare, was die Kurskosten tief halten soll.

Kontakte knüpfen

Die Neugewählten sollen an den drei Tagen zudem parteiübergreifend Kontakte untereinander knüpfen und von den Erfahrungen ehemaliger «Schwergewichte» im Parlament profitieren können.

Verantwortlicher für das Projekt ist der ehemalige Staatssekretär Michael Ambühl, welcher derzeit an der ETH eine Professur für Verhandlungsführung und Konfliktmanagement innehat. Eine Begleitgruppe mit Politikern aus allen Fraktionen hat zudem das Programm mitgestaltet.

Anstoss kam von Thomas Aeschi

Angeregt hatte den Crashkurs SVP-Nationalrat Thomas Aeschi. Er beruft sich laut «NZZ» auf ein ähnliches Programm in den USA, das die Universität Harvard anbietet. US-Parlamentarier können sich dort bereits seit 1972 in einem Kurs auf die Parlamentsarbeit vorbereiten.

(sda/mbü/ama)