Die EU erwägt einem Pressebericht zufolge weitreichende Sanktionen gegen grosse russische Banken. Wie die «Financial Times» (FT) am Donnerstag auf ihrer Internetseite berichtet, sieht ein Diskussionspapier der EU-Kommission die Möglichkeit eines Kaufverbots für neue Aktien und Schuldverschreibungen von Kreditinstituten vor. Die europäischen Aussenminister hatten die Kommission gebeten, wegen der geringen Kooperation Russlands in der Ukraine-Krise zusätzliche Sanktionen auszuarbeiten.

Das Dokument sieht laut FT auch die Möglichkeit vor, neue Wertpapiere russischer Banken komplett von europäischen Börsen auszuschliessen. Staatsanleihen Russlands wären von den möglichen Sanktionen dagegen nicht betroffen. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass Russland seinerseits ein Kaufstopp europäischer Staatsanleihen beschliessen könnte, schreibt das Blatt.

Kaufverbot für Wertpapiere

Die Strafmassnahmen sollen russische Banken treffen, die mehrheitlich in Staatsbesitz sind. Das Kaufverbot soll für Wertpapiere mit einer Laufzeit von mehr als 90 Tagen gelten. Ähnliche Sanktionen hatten unlängst die USA ergriffen, allerdings nur gegen zwei russische Banken.

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(awp/me/sim)