Die Wirtschaftssanktionen der Europäischen Union gegen russische Konzerne als Reaktion auf die Ukraine-Krise sind nach Ansicht des Gerichtshofs der EU (EuGH) rechtens. Eine Prüfung der Massnahmen habe nichts ergeben, was die Gültigkeit des EU-Beschlusses und der dazugehörigen Verordnung berühren könnte.

Die Sanktionen gegen den vom Staat kontrollierten Ölkonzern Rosneft und andere russische Firmen bleiben damit bestehen. Rosneft hatte in Grossbritannien gegen die Massnahmen geklagt, die ein Ausfuhrverbot bestimmter Güter und Technologien nach Russland umfassen sowie Dienstleistungen im Erdölgeschäft.

Nicht unverhältnismässig

Zudem wird russischen Einrichtungen Zugang zu den Kapitalmärkten untersagen. Der Eingriff in die unternehmerische Freiheit und das Eigentumsrecht von Rosneft könne nicht als unverhältnismässig angesehen werden, entschieden die Luxemburger EU-Richter am Dienstag. Die Intensität der Sanktionen sei zudem erst allmählich als Reaktion auf die Entwicklung in der Ukraine gesteigert worden.

Die EU hatte die Wirtschaftssanktionen im Sommer 2014 verhängt, weil sie der Regierung in Moskau Unterstützung prorussischer Rebellen bei den Kämpfen in der Ostukraine vorwarf. Auch die Annexion der Krim durch Russland wurde von der EU mit Strafmassnahmen beantwortet.

(sda/chb/gku)