EU-Energiekommissar Günther Oettinger will Ende August einen neuen Anlauf unternehmen, um den Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine zu entschärfen und die Energieversorgung der Ukraine zu sichern. Geplant ist ein Besuch in Russland.

In Moskau werde er den russischen Energieminister Alexander Nowak, und den Chef des halbstaatlichen Energiekonzerns Gazprom, Alexej Miller, treffen, sagte Oettinger der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

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Auf vorläufige Preise einigen

Er bekräftigte, beide Länder sollten sich auf vorläufige Preise für die unterbrochenen Gaslieferungen einigen, solange der Streit über milliardenschwere Nachforderungen Russlands nicht beigelegt sei.

Oettinger stellte gleichzeitig klar, dass die EU Versuche Russlands nicht tolerieren werde, Gaslieferungen aus dem Westen in die Ukraine zu stören: «Wir werden in den nächsten Wochen darauf achten, dass unsere Marktregeln gelten und der Ankauf von Gas aus EU-Staaten und von der europäischen Gasindustrie möglich bleibt.»

Im Streit um offene Rechnungen und künftige Lieferpreise hatte Gazprom im Juni die Gaslieferungen in die Ukraine eingestellt. Das erschwert dem Land, seine Speicher für den Winter aufzufüllen. Diese sind aber auch für andere Länder vor allem in Ost- und Südosteuropa die Winterreserve.

(sda/chb)