Die EU-Kommission verstärkt einem Zeitungsbericht zufolge ihre Bemühungen gegen die Steuerflucht von Konzernen. An diesem Mittwoch werde sie einen «Aktionsplan für eine faireres System der Konzernbesteuerung in der EU» vorstellen, meldete die «Süddeutsche Zeitung» unter Berufung auf das ihr vorliegende Dokument.

Die Kommission wolle die Unternehmensbesteuerung einheitlich gestalten. Künftig sollen demnach in der EU die gleichen Regeln gelten, was Konzerne als Kosten in den Steuererklärungen absetzen dürften und was nicht. Multinationale Konzerne zahlen dem Bericht zufolge 30 Prozent weniger Steuern als lokale Konkurrenten. Mindesthöhen für Steuersätze fordere die Kommission allerdings nicht.

Schwarze Liste

Die Kommission werde ausserdem erstmals eine offizielle Liste mit 30 Steueroasen veröffentlichen, berichtete die Zeitung weiter. Sie umfasse nur Länder, die nicht in der EU seien.

(reuters/me/moh/chb)