18:22 Uhr: Nach dem Ja zur SVP-Masseneinwanderungs-Initiative dürfte die EU einige der offenen Dossiers mit der Schweiz auf Eis legen. Dazu zählt das Rahmenabkommen zur Lösung der «institutionellen Frage». Während der Bundesrat das Verhandlungsmandat bereits Mitte Dezember letzten Jahres verabschiedet hatte, haben die EU-Mitgliedstaaten sich noch nicht auf ein Mandat geeinigt. Geplant war, dass der Ausschuss der Botschafter der 28 EU-Staaten (Coreper) am kommenden Mittwoch darüber beraten wird. Kenner der EU-Institutionen in Brüssel gehen aber davor aus, dass die Beratungen zum Mandat per sofort suspendiert werden.

18:20 Uhr: Mit einem Ja-Stimmenanteil von 50,3 Prozent und nur gerade 19'500 Stimmen Unterschied dürfte das Ergebnis der Volksabstimmung über die Zuwanderungsinitiative eines der knappsten der Nachkriegszeit sein. Noch knapper war aber 2002 das Ergebnis der SVP-Asylinitiative: Sie wurde mit 50,1 Prozent Nein verworfen, 4208 Stimmen gaben den Ausschlag. Um Haaresbreite - mit nur 50,1 Prozent Ja und einem Vorsprung von gut 5700 Stimmen – schaffte 2009 der biometrische Pass die Abstimmungshürde.

17:48 Uhr: Bundesräting Simonetta Sommaruga sagt: «Das ist ein Systemwechsel mit weitreichenden Folgen.»

17:26 Uhr: SVP-Chef Toni Brunner gibt in der Abstimmungsarena seiner Position Ausdruck: «Es darf keinen Anspruch auf Familiennachzug geben. Es braucht mehr Kurzaufenthalter.»

17:19 Uhr: Die SVP-Initiative ist der die 21., die seit der Einführung angenommen wurde. Mehr als 400 eidgenössische Volksinitiativen sind seit Einführung des Initiativrechts 1891 lanciert worden, über 189 wurde bisher abgestimmt. Davon wurden 21 von Volk und Ständen angenommen, fast die Hälfte davon in den letzten Dutzend Jahren.

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17:13 Uhr: Für SVP-Nationalrat Luzi Stamm muss der Bundesrat nun den Willen des Schweizer Stimmvolks nach Brüssel tragen. Dort müsse die Regierung in Verhandlungen mit der EU darauf hinwirken, «die Personenfreizügigkeit durch Kontingente zu ersetzen», sagte Stamm im SRF.

17:04 Uhr: 19'500 Stimmen gaben den Ausschlag.

17:01 Uhr: Jetzt ist das Endergebnis da. 50,3 Prozent sagen Ja, 49,7 Prozent sagen Nein. Die Westschweiz lehnt die Initiative ab, die Deutschweiz sagt Ja bis auf die Kantone Basel, Zürich und Zug. 14,5 zu 8,5 ist das Ergebnis bei den Ständen.

16:59 Uhr: Nur noch in der Zürcher Stadt Kloten liegen die Ergebnisse zur Volksinitiative gegen die Masseneinwanderung nicht vor. Die Annahme steht trotzdem fest, die Stimmberechtigten von Kloten können das gesamtschweizerische Ergebnis nicht mehr kippen.

16:52 Uhr: Luzi Stamm auf SRF: «Herzlichen Dank an Schweizer Bevölkerung. Bundesrat hat nun glasklare Aufgabe das Kontingentsystem zurückzubringen.» Valentin Vogt (Präsident Arbeitgeberverband) zeigt sich dagegen erschüttert: «Es ist nicht gelungen die sachlichen Argumente rüberzubringen, die Emotionen haben obsiegt.»

16:49 Uhr: Gemäss Hochrechnung wurde die Initiative mit 50,5 bis 50,9 Prozent Ja angenommen.

16:42 Uhr: Longchamp: «Röschtigraben stark ausgeprägt. Sieg der konservativen Schweiz über die liberale Schweiz.»

16:38 Uhr: Die Initiative ist damit angenommen! Kanton Bern sagt Ja, in Zürich fehlt nur noch die Stadt Kloten.

16:04 Uhr: Das Endergebnis der Abstimmung über die SVP-Inititative soll um 16:30 Uhr vorliegen. Nur Zürich und Bern stehen noch aus und entscheiden über das Volksmehr.

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15:54 Uhr: Laut der 4. Hochrechnung des Forschungsinstituts gfs.bern liegen zurzeit die Befürworter mit 50,4 Ja-Stimmen in Führung. Die Fehlerquote ist bei +/- 0,7 Prozent.

15:36 Uhr: Das provisorische Endresultat ohne diese beiden Kantone ergab eine Differenz von 38'032 für die Initiative. Damit dürfte die Vorlage angenommen sein. Das Ständemehr steht mit 13,5 zu 7,5 für die Initiative.

15:33 Uhr: Ein Ja zur Zuwanderungsinitiative der SVP wird immer wahrscheinlicher. Im Kanton Bern sind 9 von 10 Verwaltungskreisen ausgezählt: 130'843 Stimmberechtigte sagten Ja und 98'030 Nein. Im Kanton Zürich stimmten 236'142 Personen Ja und 263'917 Nein. Einzig Kloten ist noch nicht ausgezählt. Damit stimmten im Kanton Bern 32'813 Personen mehr für die Initiative, im Kanton Zürich waren es 27'775 mehr Nein-Stimmen.

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15:20 Uhr: Im Kanton Zürich dürfte die Masseneinwanderungsinitiative abgelehnt werden. Die Gegner liegen nach 182 von 184 ausgezählten Wahlkreisen mit 19'170 Stimmen im Vorsprung. Noch fehlen aber die rund 40'000 Stimmberechtigten der Gemeinde Kloten und der beiden Stadtzürcher Kreise 7 und 8. Das Ja-Lager verbucht bislang ingesamt 230'781 Stimmen. Die Nein-Stimmen belaufen sich auf total 249'951 Stimmen.

15.08 Uhr: Longchamp auf SRF: « Es gibt eine leichte Ja-Tendenz, doch es ist noch nicht entschieden. In Bern zeichnet sich ein Ja ab, in Zürich ein knappes Nein.»

15:03 Uhr: Nach der Auszählung von 8 von 10 Verwaltungskreisen zeichnet sich im Kanton Bern ein Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative ab. Das Ja-Lager liegt mit rund 32'500 Stimmen vorne. Noch fehlen aber die Zahlen aus dem bevölkerungsreichen Kreis Bern-Mittelland.

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14:36 Uhr: Momentan stehen 971'795 Ja zu 942'668 Nein, doch die Schwergewichte Zürnch und Bern sind noch ausstehend.

14:30 Uhr: Bisher 20 Kantone ausgezählt. Im Kanton Waadt hat sich die Stimmung gedreht: Ja zur Masseneinwanderungsinitative. In Freiburg gibt es ein Nein, in Basel-Stadt ebenfalls eine klare Ablehnung.

14:25 Uhr: Luzi Stamm (Nationalrat SVP) beruhigt auf SRF: «Die EU wird die bilateralen Verträge nicht kündigen.» EU-Ratspräsident Martin Schulz hatte der «NZZ am Sonntag» Ähnliches gesagt, aber dennoch gewarnt, dass die Schweiz mit einer Annahme der Initiative ihren wirtschaftlichen Erfolg gefährde.

14:21 Uhr:  Nein in der Westschweiz: Genf, Neuenburg, Freiburg und Jura lehnen ab. Klares Ergebnis in Genf mit 61 Prozent Ablehnung. Auch im Kanton Waadt zeichnet sich ein Nein zur Zuwanderungsinitiative der SVP ab. Nach Auszählung in 315 von 320 Wahllokalen lehnen 61,20 Prozent der Stimmenden die Vorlage ab.

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14:19 Uhr: Nationalrätin Doris Fiala (FDP): «Wenn Initiative angenommen wird muss die SVP Verantwortung übernehmen und konkrete Lösungen präsentieren.»

14:03 Uhr: 11 Kantone ausgezählt. Bisher lehnt erst ein Kanton die Initiative ab - der Kanton Zug.

14 Uhr: Der Kanton Zug hat mit 50 Stimmen Differenz die Initiative abgelehnt, sagt Longchamp. Es bleibt eine Frage von wenigen Stimmen. Insgesamt steht es noch immer 50 Prozent zu Prozent.

13:51 Uhr: Noch einmal kurz zur Fabi-Initiative. Hier melden sich die Gegner nach der Niederlage an der Urne bereits nach vorne: Wie die Bahn- müsse auch die Strasseninfrastruktur den neuen Situationen angepasst werden, sagte Walter Wobmann, Präsident des Nein-Komitees gegenüber Schweizer Radio SRF1. «Auch die Strasse braucht nun einen Fonds», sagte der Solothurner SVP-Nationalrat nach dem deutlichen Ja des Stimmvolks zur FABI-Vorlage. Dies habe Bundesrätin Doris Leuthard auch versprochen. «Der Handlungsbedarf ist im Strassenverkehr gross.»

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13:48 Uhr: Andy Tschümperlin (Fraktionspräsident SP) sagt im SRF: «Städte werden ausschlaggebend sein. Befürworter hatten eine starke Kampagne, doch die Initiative bringt keine Lösungen.»

13:44 Uhr: Thomas Matter (SVP) gegenüber SRF: «Noch nichts entschieden.»

13:43 Uhr: Tessin mit deutlichem JA-Trend: Für die SVP-Initiative zeichnet sich eine Zustimmung von über 70 Prozent ab. 60'000 Grenzgänger bereiten der Tessiner Bevölkerung offenbar grosse Sorgen bezüglich Lohndumping und Arbeitslosigkeit.  Claude Longchamp vom Forschungsinstitut gfs.Bern auf SRF: «Personenfreizügigkeit im Gegenwind».

13:38 Uhr: Resultate aus den Kantonen: Bisher vier Kantone ausgezählt. Aargau, Schaffhausen, Graubünden und Glarus nehmen Masseneinwanderungsinitiative mit 50,6 bis 59,4 Prozent an. Der ungewöhnliche Trend aus den Umfragen scheint sich fortgesetzt zu haben. Die Befürworter der Vorlage konnten in den letzten Wochen offenbar stark zulegen. Dabei zeigt sich ein klarer Graben zwischen Westschweiz und Deutschschweiz.

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13:30 Uhr: SRF-Hochrechnugn:SVP-Initiative steht bei 50 Prozent-Zustimmung gegen 50 Prozent Ablehnung. Westschweiz lehnt klar ab, Deutschschweiz stimmt mit Ja.

13:10 Uhr: Bei der SVP-Masseneinwanderungsinitiative gibt es noch immer keine Tendenz, wie Claude Longchamp vom Forschungsinstitut gfs.bern um 13.00 Uhr im Schweizer Fernsehen SRF sagte. Erste Hinweise zum Resultat sollen bis 13.30 Uhr vorliegen.

Hochrechnungen liegen zu den beiden anderen Vorlagen vor: Die Fabi-Vorlage über die Finanzierung und den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur ist gemäss Hochrechnung angenommen. Die Zustimmung dürfte demnach bei 62 Prozent liegen. «Diese Vorlage ist durch», sagte Longchamp.

Die Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» dagegen wird gemäss Hochrechnung deutlich abgelehnt. Die Zustimmung dürfte gemäss Longchamp bei rund 30 Prozent liegen.

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(mit sda)