Die Nutzer von Finanzderivaten in der Europäischen Union müssen von Februar an alle Geschäfte an die Aufsichtsbehörden melden. Die EU-Kommission lehnte einen Antrag der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (Esma) ab, entsprechende Regeln bis 2015 zu verschieben. Es bestehe ansonsten die Gefahr, dass Risiken in den Märkten unerkannt blieben, erklärte die Kommission in einem Brief, der auf Donnerstag datiert ist und Reuters vorliegt. Die Esma wollte mir der Verschiebung mehr Zeit gewinnen, um eine einheitliche Umsetzung in der gesamten EU zu gewährleisten. Die Richtlinien sollen nun bereits zum Start im Februar vorliegen.

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Weltweites Volumen von 700 Billionen Dollar

In der ganzen Welt werden für den Handel mit Kreditausfallversicherungen oder Zinsswaps neue Regeln erlassen. Mit den Geschäften können sich Unternehmen und Banken gegen die Folgen von Zinsänderungen, Währungsschwankungen, das Insolvenzrisiko eines Schuldners oder schwankende Energiepreise absichern. Viele Investoren nutzen die Swaps jedoch als reine Finanzwetten. Experten machen sie daher für die Verschärfung der Finanzkrise verantwortlich. Das Volumen des Marktes wird weltweit auf 700 Billionen Dollar geschätzt.

(reuters/chb/jev)