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Politik

EU-Minister wollen Bonus-Bremse verabschieden

Die EU will exorbitante Boni nicht mehr einfach so hinnehmen. (Bild: Keystone)

Die EU macht in der Bonus-Frage Nägel mit Köpfen - dies trotz dem Widerstand aus Grossbritannien.

Veröffentlicht am 05.03.2013

Die EU-Finanzminister wollen am Dienstag in Brüssel den europäischen Kompromiss zu Grenzen für Banker-Boni endgültig billigen. «Die Elemente des Deals sind da. Die Boni waren die letzte offene Frage. Es ist ein guter Kompromiss gefunden», sagte der Sprecher von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier in Brüssel. Besonders aus Grossbritannien gab es bisher Widerspruch zu der Vereinbarung.

Die irische EU-Ratspräsidentschaft und das Europaparlament hatten sich in der vergangenen Woche grundsätzlich auf den Kompromiss zu strengeren Bankenregeln und damit auch für die Boni geeinigt. Die Vorschriften begrenzen die Banker-Boni auf die Höhe des Grundgehalts, in Ausnahmefällen darf der Bonus doppelt so hoch ausfallen. Ausserdem verlangt das neue Gesetz von den Banken mehr und bessere Kapitalreserven zur Krisenvorsorge.

Diese informelle Einigung muss noch von den EU-Kassenhütern und der Volksvertretung bestätigt werden. Barniers Sprecher wies darauf hin, dass für die neuen Regeln eine sogenannte qualifizierte Mehrheit im Finanzministerrat nötig sei. Das heisst, dass einzelne Länder kein Veto gegen die Entscheidung einlegen können.

(muv/tke/awp)

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