Angesichts der Wirtschaftskrise schrauben viele EU-Länder ihre Entwicklungshilfe-Budgets herunter. Mehr als die Hälfte der 27 Mitgliedsstaaten gaben im vergangenen Jahr weniger Geld zur Unterstützung ärmerer Länder aus. Das geht aus einem Bericht hervor, der bei einem Treffen der EU-Entwicklungsminister in Brüssel vorgestellt wurde.

Eine wichtige Kennzahl bei der Entwicklungshilfe ist der Anteil der Hilfszahlungen an der Wirtschaftsleistung der Geberländer. In den EU-Staaten sank dieser Anteil von im Schnitt 0,42 Prozent im Jahr 2011 auf 0,39 Prozent im vergangenen Jahr.

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Skandinavier und Benelux-Länder kommen Ideal am nächsten

Damit entfernen sich die Mitgliedsstaaten weiter vom sogenannten 0,7-Prozent-Ziel. Die Mehrheit der Länder hatte sich dazu verpflichtet, diesen Wert bis 2015 zu erreichen.

Derzeit schaffen das allerdings nur Luxemburg, Schweden, Dänemark und die Niederlande. Deutschland liegt mit einem Anteil von 0,38 Prozent im Mittelfeld. Deutlich vom 0,7-Prozent-Ziel entfernt sind die krisengebeutelten Staaten im Süden Europas.

(chb/rcv/sda)