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EU-Strafzölle auf chinesische Solarmodule

Chinesische Solarmodule: Immer wieder wird der Vorwurf des Preisdumpings laut. (Bild: Keystone)

Wer sich nicht an die Spielregeln hält, muss zahlen: Chinesische Hersteller, die das im Juli unterzeichnete Handelsabkommen nicht einhalten, müssen nun in Europa eine Extra-Abgabe entrichten.

Veröffentlicht am 02.12.2013

Die EU erhebt Strafzölle auf Solarmodule derjenigen Hersteller aus China, die sich nicht an vereinbarte Auflagen halten. Die Extra-Abgabe gelte ab dem 6. Dezember für zwei Jahre, teilte die EU-Kommission mit. Die Brüsseler Behörde bestätigte zugleich die mit der Regierung in Peking im Juli ausgehandelte Einigung, durch die ein Handelskrieg vermieden worden war. «Die Zölle dürften gemeinsam mit der Vereinbarung die Abwärtsspirale bei den Preisen auf Solarmodule stoppen», hiess es nun vonseiten der EU-Kommission.

Die damalige Einigung zwischen der EU und China sah einen Mindestpreis von 57 Cent pro Watt und eine maximale Einfuhr von chinesischen Modulen mit einer Leistung von sieben Gigawatt pro Jahr vor, was etwa 70 Prozent des Marktes entspricht. Die nun angekündigten Strafzölle gelten für alle Firmen aus der Volksrepublik, die diese Bedingungen nicht erfüllen.

Herstellerfirmen wie die deutsche Solarworld hatten China vorgeworfen, mit Dumpingpreisen den hiesigen Markt zu überfluten. Nachdem die Kommission vorläufige Zölle von 11,8 Prozent verhängt hatte, konterte China mit Verfahren gegen EU-Produkte wie Wein und drohte weitere Massnahmen an. Die Bundesregierung hatte auf eine Beilegung des Konflikts mit China als wichtigem Absatzmarkt für deutsche Exporteure gedrängt.

(reuters/vst/aho)

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