Die Staats- und Regierungschefs der EU haben ihre Entscheidung über die Besetzung von EU-Spitzenjobs auf Ende August vertagt. Die Beratungen beim EU-Sondergipfel in Brüssel gingen am frühen Donnerstagmorgen ohne greifbares Ergebnis auseinander, wie mehrere Diplomaten erklärten. Streit hatte es vor allem über die Nachfolge der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton gegeben.

Für den wichtigen Posten hatte Italien Außenministerin Federica Mogherini nominiert. Osteuropäischen Staaten gilt Mogherini als zu Russland-freundlich, aus dem EU-Parlament waren zudem Zweifel an ihrer Eignung für den Posten aufgekommen. Auch über die Nachfolge von EU-Ratspräsident Herman van Rompuy konnte keine Einigung erzielt werden. Für den Posten galt bisher die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt als Favoritin.

(reuters/se)