Die EU-Kommission begrüsst das Ergebnis der Abstimmung über die Abzocker-Initiative. Es sei «sehr positiv, dass es auch über die EU hinaus den Impuls gibt, die Vergütungsregeln besser zu regulieren und mehr Transparenz bei den Vergütungen zu schaffen», sagte ein Kommissionssprecher.

Mit Blick auf die EU verwies er auf eine letzte Woche erzielte Grundsatzeinigung zwischen EU-Ländern und dem EU-Parlament über die Begrenzung der Sonderzahlungen für Bankmanager.

Die EU-Kommission wolle zudem bis Jahresende einen Gesetzesvorschlag machen, wonach Aktionäre von Unternehmen über die Vergütung der Firmenspitze abstimmen müssten und die Bezahlung der Manager transparenter gemacht werden solle. Das gehe in die gleiche Richtung wie die Bestrebungen in der Schweiz.

Auch bei den Sozialdemokraten in Deutschland kommt das Schweizer Ja zur Abzocker-Initiative gut an. «Der Volksentscheid ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um der Abzockerei im Management auch andernorts zu begegnen», sagte der stellvertretende SPD-Fraktionschef Joachim Poss der «Neuen Osnabrücker Zeitung».

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Zwar könne die Entwicklung in der Schweiz nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen werden, aber es gehe um den Grundsatz, zitiert «Spiegel Online» Poss weiter: «Die Menschen akzeptieren dieses perverse Boni-System nicht nur bei Banken, sondern auch in der Realwirtschaft nicht mehr.»

(tke/jev/tno/aho/sda)