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EU und USA wollen über Freihandel verhandeln

Demetrios Marantis vertritt die USA in den Verhandlungen über tiefere Handelsschranken. (Bild: Keystone)

Die Zölle zwischen der EU und den USA sind bereits tief. Deshalb will man sich bei der nun angekündigten Verhandlungsrunde über Freihandel nicht auf Zollbarrierern, sondern auf unterschiedliche Produk

Veröffentlicht am 21.03.2013

Die US-Regierung hat einen weiteren Schritt zur Aushandlung eines Freihandelsabkommens mit der EU unternommen. Die Regierung von Präsident Barack Obama informierte gestern den Kongress in Washington offiziell über ihr Vorhaben, über ein derartiges Abkommen zu verhandeln.

Dies solle nach einer Frist von 90 Tagen nach dieser Ankündigung erfolgen, teilte der Übergangs-Aussenhandelsbeauftragte Demetrios Marantis mit. Ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU könne ein «Motor für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstum» auf beiden Seiten des Atlantiks sein, schrieb Marantis.

Da die im Handel zwischen USA und EU-Ländern erhobenen Zölle bereits niedrig seien, müsse der Schwerpunkt der Verhandlungen auf «neuen und innovativen Ansätzen zur Verringerung der Auswirkungen der nicht durch Zölle errichteten Barrieren» liegen, fügte der US-Vertreter mit Blick auf unterschiedliche Standards hinzu.

Obama hatte in seiner Rede zur Lage der Nation im Februar erstmals offen seine Unterstützung für das seit langem diskutierte transatlantische Abkommen erklärt. Als Hürden gelten vor allem unterschiedliche Standards beim Klima- und Umweltschutz sowie bei der Nahrungsmittelsicherheit.

Die EU-Kommission gab vor gut einer Woche grünes Licht für die Verhandlungen mit den USA. Nun müssen aber noch die EU-Mitgliedsländer das Verhandlungsmandat der Europäischen Kommission absegnen.

(jev/tke/sda)

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