Im Zuge der Ukraine-Krise hat die Europäische Union Sanktionen gegen den stellvertretenden Ministerpräsidenten und den Generalstabschef Russlands verhängt. Die EU veröffentlichte am Dienstag eine Liste von 15 Personen, gegen die Kontensperrungen und Visa-Beschränkungen verfügt wurden. Darunter sind Vize-Ministerpräsident Dmitri Kosak und Generalstabschef Valeri Gerassimow wieder.

Des weiteren sind Politiker und Militärs betroffen, die im Zusammenhang mit der vom Westen nicht anerkannten Eingliederung der Krim in Russland gesehen werden. Auch mehrere Anführer von prorussischen Separatisten-Gruppen in der Ostukraine werden mit Sanktionen belegt. Nicht auf der Liste steht aber der selbsternannte Bürgermeister von Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow, der für die Gefangennahme eines OSZE-Teams verantwortlich gemacht wird.

EU schont russische Geschäftsleute

Anders als die USA belegt die EU zudem keine russischen Geschäftsleute mit Sanktionen. Die USA hatten unter anderem Rosneft-Chef Igor Setschin auf ihre Sanktionsliste gesetzt.

Die Botschafter der EU-Staaten hatten sich am Montag auf die 15 Namen geeinigt, nachdem die Lage in der Ostukraine weiter eskaliert war. Kriterium für die EU ist die Frage, welche Personen für die Bedrohung der territorialen Unversehrtheit und die Unabhängigkeit der Ukraine verantwortlich gemacht werden können.

Anzeige

(reuters/me/sim)