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Libor
EU verhängt Rekordstrafe - UBS kommt davon

EU-Kommission: Wegen den Libor-Betrügereien wird es Rekordstrafen absetzen. (Bild: Keystone)

Die Libor-Betrügereien diverser Banken werden die Institute Rekordsummen kosten. Nicht so die UBS: Weil sie sich selbst als erste anzeigte, kommt sie ungeschoren davon.

Veröffentlicht am 07.11.2013

Die EU-Kommission will Bankenkreisen zufolge gegen die in den Manipulation des Libor-Interbankenzinssatzes verwickelten Banken die höchste Geldbusse ihrer Geschichte verhängen. Sechs Finanzhäuser müssten mit Strafen von insgesamt mindestens 1,5 Milliarden Euro rechnen, sagte eine mit den EU-Plänen vertraute Person aus der Bankenbranche Reuters. Betroffen seien unter anderem die britischen Banken Barclays und Royal Bank of Scotland (RBS), die genossenschaftliche Rabobank aus den Niederlanden und der Broker ICAP. Die schweizerische UBS dagegen werde ohne Strafe davonkommen, weil sie in der Untersuchung als erste ausgepackt habe, sagten zwei Insider.

Bis Ende Jahr alles klar

In dem Verfahren geht es um den Yen-Libor. Die sechs Banken hätten Fehlverhalten eingeräumt und dafür einen Nachlass auf die Strafe von zehn Prozent erhalten. Die EU-Kommmission wollte sich nicht äussern. Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia will die Strafen bis Ende des Jahres verhängen. Die höchsten Bussen hatte bisher ein Kartell von Bildröhren-Herstellern zahlen müssen: zusammen 1,47 Milliarden Euro.

Am Dienstag war bekanntgeworden, dass die EU-Kommission im Skandal um die Manipulation des Euribor-Zinssatzes ebenfalls sechs Banken mit dreistelligen Millionenbussen belegen will, darunter die Deutsche Bank. Von den beiden Indizes hängen Finanzgeschäfte im Billionenvolumen ab.

(reuters/chb/jev)

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