EU-Vertreter haben in Brüssel erneut hinter verschlossenen Türen über eine Begrenzung der Bonuszahlungen von Top-Bankern verhandelt. Gespräche von Vertretern des Europaparlaments, der EU-Kommission und der irischen EU-Ratspräsidentschaft waren dazu in der vergangenen Woche gescheitert.

Der Verhandlungsführer aus dem Parlament, Othmar Karas, will sich am Donnerstag zu Ergebnissen äussern. Ein Kompromiss müsste später noch vom EU-Ministerrat, in dem EU-Staaten vertreten sind, und der Volksvertretung bestätigt werden.

Nach den Plänen sollen Banker-Boni grundsätzlich das eigentliche Gehalt nicht mehr übersteigen dürfen. Nur wenn zum Beispiel Aktionäre auf der Hauptversammlung zustimmen, sollen noch Extra-Vergütungen erlaubt sein, die doppelt so hoch sind wie das Grundgehalt.

Die Regelungen sollen Anfang 2014 greifen. Sie sind Teil der schärferen Kapitalvorschriften für die Finanzbranche (Basel III), auf die man sich international verständigt hat. Diese sollen Schieflagen von Banken künftig verhindern.

(muv/tno/awp)