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Überwachung
Europas Regierungen wollen Zugriff auf WhatsApp

Messenger-Dienste: Regierungen wollen mitlesen können. Keystone

Frankreich und Grossbritannien fordern Zugriff auf verschlüsselte Online-Messenger. Damit soll der Terrorismus bekämpft werden. Auch aus Deutschland gibt es ähnliche Bestrebungen.

Veröffentlicht am 15.06.2017

Frankreich und Grossbritannien wollen sich gemeinsam für Zugriffsmöglichkeiten auf verschlüsselte Online-Kommunikation von Terrorgruppen einsetzen. Es müsse möglich sein, in solchen Fällen auf Kommunikation und Verbindungsdaten zuzugreifen, heisst es in einem gemeinsamen Aktionsplan zum Kampf gegen die Nutzung des Internets zu Terrorzwecken.

Es gehe dabei nicht darum, «Hintertüren» oder ein Verbot von Verschlüsselung zu schaffen, «sondern es Regierungen und Unternehmen zu ermöglichen, gemeinsam Lösungen zu diesen Fragen zu entwickeln».

Geldstrafen für Internetunternehmen?

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und die britische Premierministerin Theresa May hatten am Dienstag in Paris über den Aktionsplan gesprochen, dessen Details nun das französische Innenministerium am Mittwochabend vorstellte.

May hatte zuvor bereits angekündigt, dass die beiden Länder auch über Geldstrafen für Internetunternehmen nachdenken, die terroristische Inhalte nicht entfernen. Beide Länder waren in jüngster Zeit mehrfach Ziel islamistischer Terroranschläge.

Deutschland will ebenfalls Zugriff

Auch der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte schon mehrfach Zugriffsmöglichkeiten auf die Kommunikation in verschlüsselten Messenger-Diensten wie WhatsApp gefordert.

(sda/gku)

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