Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat seinem ehemaligen Präsidenten Hans-Georg Wieck zufolge die mutmassliche Anweisung zur Ausspionierung der Türkei wohl von der Regierung erhalten. «Die Bundesregierung hat den Auftrag gegeben», sagte Wieck der «Mitteldeutschen Zeitung» einem Vorabbericht zufolge.

«Ich halte es für ausgeschlossen, dass das eine eigenmächtige Entscheidung des BND war.» Ursache seien vermutlich «Unsicherheitsfaktoren im Blick auf in Deutschland lebende Staatsbürger». Medienberichten zufolge wird die Türkei vom BND ausspioniert. Die Bundesregierung hat zu dem Vorwurf nicht Stellung genommen.

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Der deutsche Nachrichtendienst BND überwacht seit Jahren den Nato-Bündnispartner Türkei. Im aktuellen «Auftragsprofil» der Bundesregierung aus dem Jahr 2009 werde das Land als offizielles Aufklärungsziel geführt, berichtete «Der Spiegel».  

(reuters/moh/vst)