Ein Auszug Griechenlands aus der Eurozone wäre nach Ansicht des früheren griechischen Ministerpräsidenten George Papandreou eine «grosse Katastrophe». In einem Interview mit dem Fernsehsender BBC machte Papandreou am Sonntag die «Architektur des Euro» als Hauptgrund für die gegenwärtige Krise aus. Nicht Griechenland, sondern «tiefer liegende Probleme» in der Eurozone seien dafür verantwortlich.

Wenn Griechenland mehr Zeit eingeräumt würde, könnte Athen die Bedingungen des Rettungsprogramms erfüllen. «Der Euro hält uns stabil», sagte Papandreou. Ein Austritt aus der Eurozone würde einen Ansturm auf die Banken, hohe Inflation, Lohnkürzungen und Wachstumsabfall zur Folge haben. «Es wäre eine grosse Katastrophe.»

Griechenland sei nur ein «Präzedenzfall» und die «Architektur des Euro» das wahre Problem, sagte Papandreou. Er plädierte dafür, die Strukturen Europas zu stärken. Griechenland allein sei nicht das Problem. «Wenn das so wäre, könnte man Griechenland ja einfach rausschmeissen.»

(muv/awp)