Der ehemalige ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko weigert sich, Partei für seine frühere Weggefährtin Julia Timoschenko zu ergreifen. Juschtschenko werde die Misshandlungsvorwürfe nicht kommentieren, sagte seine Sprecherin in Kiew zur Zeitung «Der Sonntag». Damit macht er klar, dass er Timoschenko definitiv fallen gelassen hat. Das Duo führte das Land während der Orangen Revolution von 2004 in die Unabhängigkeit. Doch es kam zum offenen Streit, der bis heute andauert. Juschtschenko bezeichnete Timoschenko vor einem Jahr in einem Interview mit dem «Sonntag» in Zürich als „grösste Schwindlerin in der Politik». Er sei überzeugt, dass sie eine «kluge und begabte Person» sei. Aber: «Sie hat keine Werte.» Er spielte damit auf die umstrittenen Gas-Geschäfte der einstigen Symbolfigur mit dem geflochtenen Haarkranz an. (chb)

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