Der frühere US-Aussenminister Colin Powell geht mit seiner Partei hart ins Gericht: Seiner Ansicht nach leiden die Republikaner an einem Identitätsproblem.

In den vergangenen Jahren habe es bei den Republikanern «einen erheblichen Rechtsruck» gegeben, sagte Powell in der am Sonntag ausgestrahlten NBC-Sendung «Meet the Press.» Diese Entwicklung habe dazu geführt, dass zwei Präsidentschaftsrennen verloren gegangen seien.

Als Gegenrezept verordnete Powell seiner Partei «einen schonungslosen Blick» in den Spiegel. Im Übrigen müssten die Republikaner verstehen, dass sich das Land demografisch verändert habe. Zudem beklagte Powell einen «dunklen Trend der Intoleranz» in Teilen der Partei. Wenn sich die Republikaner nicht veränderten, «werden sie in grosse Schwierigkeiten» geraten, prophezeite Powell.

Powell hatte sich bei den zwei letzten Präsidentschaftswahlen für den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama ausgesprochen.

(jev/sda)

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