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Unglück
Experten für Identifizierung in der Ukraine eingetroffen

Bergungskräfte in der Ukraine: Spezialisten helfen die Opfer zu identifizieren.   Keystone

Experten aus den Niederlanden helfen bei der Identifizierung der Absturzopfer in der Ukraine. Mittlerweile haben die Helfer vor Ort 251 Leichen geborgen.

Veröffentlicht am 21.07.2014

Drei niederländische Experten zur Identifizierung der Opfer des Flugzeugabsturzes in der Ostukraine sind am Montag in der von Separatisten kontrollierten Stadt Donezk eingetroffen. Es sind die ersten ausländischen Spezialisten, die seit dem mutmasslichen Abschuss des Flugzeuges am Ort des Geschehens eintrafen.

Ein Sprecher der Separatisten sagte, sie würden den Niederländern helfen, den Absturzort zu besichtigen und die in Kühlwaggons gelagerten Leichen zu inspizieren. Die Rebellen würden auch den Rat der Experten hören, wohin die Toten gebracht werden sollten.

Expertenteam aus Malaysia erwartet

Neben den Niederländern wird auch ein Expertenteam aus Malaysia am Montag in der Ostukraine erwartet. Derzeit sind schon Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in dem Gebiet. Sie waren die ersten Ausländer, die zeitweise Zugang zum Absturzort erhalten hatten.

Bergungskräfte hatten nach Angaben der Regierung bis Sonntagabend 251 Leichen und 86 Leichenteile geborgen. Unterdessen sei ein zweiter Kühlzug zur Lagerung der Toten eingetroffen, erklärte ein Regierungsausschuss am Montag in Kiew.

Rund 200 Leichen werden in einem ersten Kühlzug aufbewahrt. Die ukrainische Regierung verlangt den Abtransport der Toten in das von ihr kontrollierte Gebiet. Der Zug stehe aber noch immer in der Ortschaft Tores, weil «die Terroristen seine Abfahrt verhindern».

(sda/reuters/me/sim)


 

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