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EZB-Chef Draghi: Europa steht vor grossen Herausforderungen

EZB-Chef Mario Draghi, links, und EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn am 8. Oktober 2012. (Bild: Keystone)

Keine Zeit sich zurück zu lehnen. EZB-Chef Draghi sieht noch immer stürmische Zeiten über Europa

Veröffentlicht am 09.10.2012

EZB-Chef Mario Draghi sieht in der Schuldenkrise keinen Anlass für Entwarnung. «Die europäische Wirtschaft und das Finanzsystem stehen nach wie vor vor grossen Herausforderungen», sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) am Dienstag vor dem Europäischen Parlament in Brüssel. Zugleich gebe es aber auch Gründe, zuversichtlich zu sein. Der EZB-Chef nannte insbesondere angestossene Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Zudem verwies er auf den begonnen Prozess zur Konsolidierung der öffentlichen Finanzen.

Reformen können scheitern

Dennoch sieht Draghi nennenswerte Risiken: Er verwies zum einen auf die Gefahr, dass die angestossenen Reformen und Sparbemühungen Rücksetzer erfahren könnten. Darüber hinaus sei der Bankensektor immer noch anfällig gegen ungünstige gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Ausserdem nannte der EZB-Chef die Gefahr einer anhaltend rückläufigen Kreditversorgung durch die Banken. Dies könnte die wirtschaftliche Erholung gefährden. «Die Belebung des Kreditangebots ist entscheidend für die Erholung.»

(tke/awp)

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