Die US-Technologieunternehmen sind auf hochqualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen. Das Problem: Während dem Rekrutierungsprozess kommt der Branche immer wieder das restriktive Einwanderungsgesetz in die Quere.

Diesen Zustand will Mark Zuckerberg nicht mehr länger hinnehmen und macht sich deshalb für eine Liberalisierung der US-Einwanderungsgesetze stark. Gemeinsam mit prominenten Firmenchefs seiner Branche will der Facebook-Gründer eine Interessensgruppe zugunsten neuer Einwanderungsgesetze gründen. Zwei zuverlässige Vertraute bestätigen gegenüber der Nachrichtenagentur AP einen entsprechenden Zeitungsbericht des «San Francisco Chronicle». 

Wie der «Chronicle» berichtet, soll Joe Green das Projekt organisieren. Green war an der Elite-Universität Harvard der Zimmergenosse von Mark Zuckerberg. Darüber hinaus soll Zuckerberg bereits bis zu 20 Millinen US-Dollar an eigener Unterstützung zugesagt haben. 

Es ist keine Überraschung, dass sich Zuckerberg für qualifizierte Einwanderer stark macht. So unterzeichnete er kürzlich zusammen mit dem Google-Chef Eric Schmidt und Hewlett-Packard-Chefin Meg Whitman einen Appell an US-Präsident Obama, die Einwanderungsreform noch in diesem Jahr anzugehen. 

Derweil setzten sich in der Vergangenheit auch Schweizer Unternehmer für eine Liberalisierung der Einwanderungsgesetze von hochqualifizierten Arbeitskräften ein. Unternehmer und FDP-Nationalrat Ruedi Noser versuchte während dem Wirtschaftswachstum 2010 und 2011 auf dem Finanzplatz Schweiz mit einem Vorstoss das Kontingent für hochqualifizierte Arbeitskräfte ausserhalb der EU vom Bundesrat anheben zu lassen - allerdings ohne Erfolg. 

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Derzeit sieht Ruedi Noser im Gespräch mit handelszeitung.ch keinen Anlass seinen Vorschlag zu reaktivieren, da sich die Finanzbranche in einer Krise befinde. 

(muv/chb)