Schweizer KMU fürchten bei einer Annahme der Initiative «Millionenerbschaften besteuern für unsere AHV» um ihre Existenz. Die Initiative will Erbschaften ab 2 Millionen Franken besteuern. Rund die Hälfte der in einer Umfrage befragten KMU schätzen, dass ihr Unternehmenswert darüber liegt.

Rund 80 Prozent der Befragten könnten eine zwanzigprozentige Erbschaftssteuer aus betrieblichen Mitteln nicht selbst finanzieren, schreibt die Stiftung KMU Next, in einer Mitteilung. KMU Next hat nach eigenen Angaben 1064 Unternehmen in der ganzen Schweiz befragt.

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Mehrheit strebt Familien-Nachfolge an

78 Prozent der Schweizer KMU sind gemäss der Stiftung in Familienbesitz. Rund 70 der Familienbetriebe fürchteten gemäss Umfrage, dass durch die Initiative die Nachfolge innerhalb der Familie gefährdet werde.

Von den Familienbetrieben strebe über die Hälfte eine familieninterne Nachfolge an. Und unter allen befragten KMU müssten innerhalb der nächsten fünf Jahre 40 Prozent ihre Nachfolge regeln.

Wird die von linken und christlichen Kreisen eingereichte Initiative zur Erbschaftssteuerreform angenommen, seien in den kommenden fünf Jahren 90‘000 Arbeitsplätze in Gefahr, folgert KMU Next. In der Umfrage hätten sich in der Deutschschweiz rund 85 Prozent der KMU gegen die Initiative ausgesprochen, in der Romandie gar 92 Prozent.

(sda/chb/rcv)