Die US-Wirtschaft ist zu Jahresbeginn trotz des rauen Winterwetters gewachsen. In acht der zwölf Notenbankdistrikte habe sich die Wirtschaftsaktivität verbessert, heisst es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht (Beige Book) der US-Notenbank Fed. Überwiegend sei das Wirtschaftswachstum mässig bis moderat ausgefallen.

Über eine schwächere Wirtschaftsentwicklung berichteten die Distrikte New York und Philadelphia, die besonders stark von dem extremen Winter betroffen waren. In dem zuletzt Mitte Januar veröffentlichten Beige Book hatte die Fed das Wachstum insgesamt noch als moderat bezeichnet. An den Finanzmärkten spielte der Bericht keine Rolle.

Weiterhin optimistisch

Insgesamt sei die Stimmung in den meisten Distrikten weiter optimistisch, hiess es weiter. Das schwache Winterwetter habe jedoch die Einzelhandelsumsätze gedrückt und Neueinstellungen verhindert. Auch die Industrieproduktion sei betroffen gewesen. Die Distrikte hätten sich jedoch zuversichtlich gezeigt, dass die Produktion in den nächsten Monaten wieder zulege. Profitiert habe jedoch der Tourismus in den Wintersportgebieten.

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Zuletzt hatten auch eine Reihe von Konjunkturdaten enttäuscht. Für die US-Notenbank dürfte daher wichtig sein zu erfahren, wie stark die jüngsten Daten durch das Wetter bestimmt waren. Die nächste Sitzung des geldpolitischen Ausschusses findet am 18. und 19. März statt. Analysten gehen davon aus, dass die Fed ihre Anleihekäufe weiter drosseln wird.

Bericht beruht auf Umfragen

Bei dem aktuellen Beige Book wurden Daten berücksichtigt die bis zum 24. Februar erhoben wurden. Das Bericht beruht auf Umfragen in der Wirtschaft, die von den regionalen Notenbanken der Federal Reserve durchgeführt werden. Zusammengestellt wurde der aktuelle Bericht durch die Notenbank von Atlanta.

(awp/moh)