Star-Regisseur Michael Steiner hat im Auftrag des Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse einen PR-Film gegen die Abzocker-Initiative gedreht. Doch gemäss der Zeitung «Der Sonntag» sind sich Economiesuisse-Vertreter nun uneinig, ob der Film wirklich hilft, die Volksinitiative zu bodigen – oder gar kontraproduktiv sein könnte.

Dem Bericht zufolge hätte das Video eigentlich morgen Montag lanciert werden sollen. Doch daraus wird nichts, weil Michael Steiner krank war und sich dadurch die Postproduktion etwas verspätete, zitiert die Zeitung Economiesuisse-Kommunikationschefin Ursula Fraefel. 

Laut «Sonntag» sollen bei Economiesuisse nun froh sein, etwas Zeit zu gewinnen. Etwa 20 Leute aus dem Verband und seinem Umfeld hätten den Film gesichtet, heisst es weiter. Manche von ihnen seien skeptisch: «Angstmacherei ist genau der falsche Weg», so ein Insider gegenüber dem «Sonntag». 

«Einer, der den Kurzfilm schon gesehen hat», so die Zeitung, schildere, was zu sehen sein soll: Flüchtlinge verlassen die Schweiz, auf Booten rudern sie über den Rhein ins rettende Deutschland, dort sind Flüchtlingslager für die verelendeten Schweizer eingerichtet. 

Budget von rund 300'000 Franken

Regisseur Steiner («Das Missen-Massaker», «Grounding») erhielt gemäss «Sonntag»-Recherchen von Economiesuisse ein Budget von rund 300'000 Franken, um den Film zu realisieren. 

Steiner sagt laut dem Bericht, er habe von Economiesuisse keine negativen Reaktionen erhalten. Er habe vor dem Dreh dem Verband drei verschiedene Konzepte vorgeschlagen. Economiesuisse habe sich für die nun realisierte Variante entschieden.

(tno/chb)

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