Luzern, Uri und Glarus: sie alle gehören zu den Empfängerkantonen, das heisst sie erhalten von finanzstarken Kantonen Geld. Dafür zuständig ist der Nationale Finanzausgleich (NFA). Er gleicht die Zahlungen so lange aus bis Nehmerkantone wieder finanzkräftig sind. Dies erreichen sie, wenn sich Unternehmen bei ihnen ansiedeln, welche dem Kanton Unternehmenssteuern einbringen.

Der Haken am 5 Milliarden Franken schweren Umverteilungssystem ist, dass die Empfängerkantone durch eine wirtschaftsfreundliche Steuerpolitik zwar mehr Geld einnehmen können, gleichzeitig aber weniger Geld aus dem Finanzausgleich erhalten würden. Die zusätzlichen Einnahmen könnten die geringeren Ausgleichszahlungen nicht kompensieren.

Arm und glücklich

Es entsteht ein Ungleichgewicht: Geberkantone wollen immer mehr Unternehmen ansiedeln und Nehmerkantone sind mit ihrer Empfängerposition zufrieden. So werden Geberkantone immer finanzkräftiger während Empfängerkantone finanzschwach bleiben. 

Wie Politiker und Experten dieses Dilemma lösen wollen, sehen Sie im Beitrag von SRF Eco.

(btl)