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Untersuchung
Finanzmarktaufsicht schaltet sich in die Panama-Affäre ein

Panama: Im Mittelamerikanischen Land sind viele Briefkastenfirmen zu Hause. Keystone

In den «Panama Papers»-Skandal um Briefkastenfirmen in Panama sind auch Schweizer Banken involviert. Die Finanzmarktaufsicht prüft nun, ob Institute gegen Schweizer Gesetze verstossen haben.

Veröffentlicht am 04.04.2016

 In der Affäre um Briefkastenfirmen in Panama werden nun auch die Schweizer Behörden aktiv. Die Finanzmarktaufsicht Finma werde abklären, inwieweit auch Schweizer Banken Dienstleistungen der dort ansässigen Kanzlei Mossack Fonseca benutzt und Schweizer Bestimmungen verletzt hätten, erklärte ein Finma-Sprecher am Montag.

Zum Inhalt der Enthüllungen in diversen Medien wollte sich die Finma nicht äussern. «Ganz generell gilt: Wenn wir Hinweise erhalten, dass Institute gegen Bestimmungen verstossen, greifen wir im Rahmen unserer Aufsichtstätigkeit ein», erklärte die Finma.

Bezug zu den Schweizer Grossbanken

Der «Süddeutschen Zeitung» sind nach eigenen Angaben umfassende Daten über Briefkastenfirmen zahlreicher Politiker zugespielt worden. Insgesamt gehe es um 11,5 Millionen Dokumente zu 214'000 Briefkastenfirmen, die von der Kanzlei Mossack Fonseca aus Panama gegründet worden seien. Dabei werden auch die Grossbanken UBS und Credit Suisse sowie die HSBC Private Bank Schweiz erwähnt.

(sda/mbü/ama)

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