Zypern wird nach Worten des neuen Finanzministers Charis Georgiades sein Sparprogramm bis ins letzte Detail in die Tat umsetzen. Der Inselrepublik bleibe keine andere Wahl, der Wohlstand des Landes würde im Falle eines Austritts aus der Eurozone «um Jahrhunderte» zurückfallen, sagte Georgiades am Montag im zyprischen Parlament. 

«Die Stunde ist gekommen, den Preis dafür zu bezahlen, dass wir über unsere Verhältnisse gelebt haben», erklärte Georgiades. Nach Angaben des Ministers reicht das Geld in den Staatskassen bis Mai. Bis dahin hoffe er, dass die Hilfskredite der Geldgeber (von 10 Milliarden Euro) fliessen werden.

Zypern will mit einer beispiellosen Zwangsabgabe auf Bankeinlagen selbst rund 5,8 Milliarden Euro für die Rettung seiner Banken aufbringen. Die zweitgrösste Bank, die Laiki Bank, wird zerschlagen. Das Gesundschrumpfen des Bankensystems ist Voraussetzung für die weitere Hilfe durch die Geldgeber von EU, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB). 

(tke/rcv/sda)