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Finanzminister Osborne kalkuliert den Brexit-Schaden

George Osborne: Er warnt die Briten vor einem «Brexit». Keystone

Die britische Regierung warnt die Bürger seit Monaten vor einem Austritt aus der Europäischen Union. Finanzminister Osborne liefert nun erstmals Zahlen, wie viel ein «Brexit» die Briten kosten würde.

Veröffentlicht am 18.04.2016

Der britische Finanzminister George Osborne hat seine Landsleute vor langwierigen wirtschaftlichen Folgen eines Austritts aus der EU gewarnt. Das Bruttoinlandprodukt werde bei einem «Brexit» bis 2030 um sechs Prozent geringer sein als bei einem Verbleib in der Europäischen Union, schrieb der konservative Politiker in einem Gastbeitrag in der Zeitung «The Times» vom Montag.

Dies entspreche Einbussen für die Privathaushalte von 4300 Pfund (rund 5886 Franken) im Jahr. Die Folgen wären von Dauer, denn sie würden zu einem schwächeren Handel und sinkenden Investitionen führen. «Die Schlussfolgerung ist klar: Für die Wirtschaft und die Familien in Grossbritannien wäre ein EU-Austritt die merkwürdigste Selbstverstümmelung», schrieb Osborne.

Regierung will mit Analyse nachdoppeln

Insidern zufolge will die Regierung noch am Montag eine Analyse über die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Brexits vorlegen. Die Briten stimmen am 23. Juni über den Verbleib in der EU ab. In Umfragen liegen Gegner und Befürworter Kopf an Kopf, bei den Buchmachern führen die EU-Anhänger. Die EU-Gegner werfen der Regierung vor, mit einer Angstkampagne Stimmung zu machen.

(reuters/mbü/ama)

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