Die Finanzmarktaufsicht (Finma) überwacht wegen des geänderten Kollektivanlagengesetzes bald deutlich mehr Finanzdienstleister. Die anstehenden Bewilligungsverfahren kosten Geld. Die Behörde will deshalb die Gebühren erhöhen.

Für die Umsetzung des geänderten Kollektivanlagengesetzes (KAG) rechnet die Finma mit einem erheblichen Aufwand und hohen Kosten, wie das Finanzdepartement (EFD) mitteilte. Deshalb soll die Finma-Gebührenverordnung angepasst werden. Dazu läuft eine zweieinhalbwöchige Anhörung bis zum 19. Oktober.

Für Vertreter ausländischer kollektiver Anlagen wird die Grundabgabe beispielsweise von 3000 auf 5000 Franken erhöht. Neu beaufsichtigt werden müssen Vermögensverwalter ausländischer Fonds. Zwar müssten sie die Kosten für die Bewilligung selbst tragen. Da das aber zu einer prohibitiv hohen Gebühr führen würde, müssen alle Beaufsichtigten mehr bezahlen.

Deutlich höhere Zusatzabgabe

Bedeutend höher dürfte deshalb die Zusatzabgabe ausfallen, schreibt das EFD weiter. Die maximale Zusatzabgabe für Beaufsichtigte im Bereich des KAG wird im Verordnungsentwurf auf 50'000 Franken erhöht. Bemessen wird die Abgabe am Bruttoertrag und der Betriebsgrösse.

Die Räte verabschiedeten in der Herbstsession das revidierte KAG, das sich stärker an die Regeln für Anlagefonds, Vermögensverwalter und den Anlegerschutz in der EU anlehnt. Zahlreiche Vermögensverwalter und kollektive Kapitalanlagen werden zusätzlich beaufsichtigt. Das Gesetz soll Anfang 2013 in Kraft treten.

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Gebührenänderung gibt es auch für Börsen, Versicherungsunternehmen und direkt unterstellte Finanzintermediäre. Die Anpassungen zielen auf verursachergerechte Gebühren ab, wie das EFD schreibt.

(aho/sda)