Die Präsidentin des Finma-Veraltungsrates, Anne Héritier Lachat, verteidigt die Wahl von Mark Branson zum neuen Finma-Direktor. «Wir haben keinen einzigen Punkt gefunden, der gegen eine Wahl von Mark Branson sprechen würde», sagt Héritier Lachat im Interview mit der «NZZ am Sonntag».

Gerade auch im Libor-Skandal sei die Antwort sehr klar: «Nicht nur wir haben keinen Fehler  Bransons festgestellt, sondern auch die zwei amerikanischen, die britische und die japanische Aufsicht nicht. Herr Branson hatte mit diesen Libor-Manipulationen nichts zu tun.»

Seltene Auftritte entsprächen der Rolle

Héritier Lachat kontert auch Kritik an ihrer Person. Ihre seltenen Auftritte in der Öffentlichkeit würden ihrer Rolle als Präsidentin entsprechen. Auf die Frage, wieso ihre Behörde die mutmasslich in Währungsmanipulationen involvierte UBS nicht ins Visier nehme, sagte die Finma-Chefin: «Wir haben bereits im Oktober 2013 eine generelle Untersuchung bezüglich dieser Manipulationen eröffnet. Wir äussern uns nicht dazu, gegen welche Banken sich unsere Untersuchung richtet.»

Man werde aber über den Abschluss der Untersuchung unterrichten. Es sei nicht ausgeschlossen, dass man sich dann zu einzelnen Banken äussern werde, sagte Héritier Lachat.

(vst)