1. Home
  2. Politik
  3. Firmen halten sich nicht an Abzocker-Initiative

Umsetzung
Firmen halten sich nicht an Abzocker-Initiative

Juso-Demonstration für die Abzocker-Initiative: Firmen halten sich selten daran. Keystone

Schweizer Unternehmen lassen die Abzocker-Initiative links liegen: Nur ein Viertel der börsenkotierten Firmen stimmt die variable Vergütung ihrer Top-Manager auf der Generalversammlung ab.

Von Bernhard Fischer
am 25.02.2015

Unternehmen sind säumig bei der Umsetzung der Vergütungsverordnung. Sowohl die Anlegerstiftung Ethos als auch die Aktionärsvertreter von Actares kommen zum Schluss, dass die Abzocker-Initiative von den Unternehmen nach wie vor kaum berücksichtigt wird. «Nur ein Viertel der Unternehmen lässt auf den Generalversammlungen die Aktionäre retrospektiv über die variablen Vergütungen für die Geschäftsleitung abstimmen», kritisiert Ethos-Chef Dominique Biedermann.

Drei Viertel der grössten 150 Schweizer börsenkotierten Unternehmen setzt die variable Vergütung nach wie vor prospektiv fest. Dies, ohne zu wissen, wie das Unternehmen und die Manager performen werden. Das neue Obligationenrecht soll regeln, dass variable Vergütungen künftig verpflichtend erst im Nachhinein bei der Generalversammlung zu genehmigen sind. Die Vernehmlassungsfrist für dieses neue Gesetz endet am 15. März. Dann befasst sich das Parlament in Bern mit der Umsetzung.

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.

Anzeige