Handelszeitung Online: Wie beurteilen Sie die gestern bekanntgewordene Lösung im Fluglärmstreit?

Sonja Zöchling: Der gefundene Kompromiss ist sicherlich besser als die Stuttgarter Erklärung, die lange Zeit als Drohung im Raum stand. Durch den Wegfall des Bewegungsplafonds ist eine künftige Entwicklung des Flughafens Zürich weiter möglich.

Was bedeutet diese für den Flughafen Zürich konkret?

Die Flughafen Zürich AG analysiert nun das vorliegende Ergebnis und prüft auf Unternehmensstufe dessen Auswirkungen, sowohl in technischer als auch in politischer Hinsicht.

Bereits regt sich Widerstand in den betroffenen Schweizer Regionen. Was fehlt Ihrer Meinung nach bis zu einer einvernehmlichen Lösung?

Die beiden Delegationen haben mit dem vorliegenden Staatsvertrag einen Kompromiss ausgearbeitet. Beide Seiten mussten Konzessionen machen. Die Parlamente beider Länder müssen ihn jetzt noch ratifizieren.

Die Neuregelung bei den An- und Abflügen baut auch auf die Verlängerungen der Pisten 28 (Ost-West) und 32 (Nord). Wie machen Sie dem Zürcher Stimmvolk ein «Ja» schmackhaft?

Die Verlängerungen der Pisten 28 und 32 braucht es für eine erfolgreiche Umsetzung des Staatsvertrages. Durch den Wegfall des Bewegungsplafonds ist eine Entwicklung des Flughafens Zürich weiter möglich. Die Nachfrage nach Mobilität steigt stetig. Wir haben den Auftrag, Direktverbindungen zu den wichtigsten Metropolen der Welt zu ermöglichen.

 

Weitere Stimmen zum Durchbruch im Fluglärmstreit in unserer Bildergalerie:

Umfrage: Wie beurteilen Sie die Einigung im Fluglärmstreit?

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