Verkehrsministerin Doris Leuthard bleibt hart im Fluglärmstreit mit Deutschland. «Deutschland muss sich bewegen. Aus meiner Sicht hat sich die Schweiz schon bewegt», sagte sie am Mittwoch gegenüber Schweizer Radio DRS.

Leuthard reagiert damit auf die Forderung der deutschen Verhandlungsdelegation an die Schweiz, sich der deutschen Position anzunähern. Ansonsten sei kein Kompromiss möglich, hatte es am Dienstag nach der zweiten Verhandlungsrunde in Frankfurt am Main in Deutschland geheissen. Dabei war klar geworden, dass die Vorstellungen der Schweiz und Deutschlands trotz einer im Januar unterzeichneten Absichtserklärung weit auseinander liegen. In dem Papier hatte die Schweiz unter anderem in Aussicht gestellt, die Zahl der Anflüge über deutsches Gebiet zu reduzieren. Im Gegenzug sollte die Nachtflugsperre gelockert werden.

Leuthard hatte die Absichtserklärung nicht zuletzt mit dem Argument angepriesen, dass damit von Deutschland erlassene Einschränkungen abgewendet werden könnten. Dies sei weiterhin nicht auszuschliessen. «Darum haben wir ein Interesse, eine Lösung zu finden», sagte sie im Radiointerview.

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(muv/sda)