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«Frankfurt wird die neue Schweiz»

Florian Rentsch und ein Blick auf Frankfurt: Chancen für sein Bundesland? (Bilder: Keystone, FDP-Landtagsfraktion)

Der hessische Wirtschaftsminister macht Werbung für den Finanzplatz Frankfurt - auf Kosten der Schweiz.

Veröffentlicht am 17.05.2013

Deutschland will den Finanzplatz Frankfurt ausbauen und der Schweiz die Kunden abjagen. Sparer aus ganz Europa sollen ihr Geld künftig am Main anlegen, sagte der hessische Wirtschaftsminister Florian Rentsch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

«Frankfurt wird die neue Schweiz - auf legalem Boden», sagte der FDP-Politiker. «Wer sein Geld in Europa sicher anlegen will, der wird das künftig hier tun.» Die Schweiz war wegen Steuer-CDs mit Daten von Schwarzgeld-Konten zuletzt verstärkt unter Druck geraten. Aus Sicht von Rentsch ergibt sich für Hessen dadurch eine grosse Chance.

Kontakt zu China und Russland ausbauen

«Wir wollen Frankfurt als seriösen, beständigen Finanzplatz vermarkten», so der Minister. Damit setze sich die Main-Metropole klar von anderen Finanzplätzen ab. «Die spekulativen Risikogeschäfte sollen gerne weiter in London gemacht werden.» Rentsch will die Internationalisierung des Finanzplatzes vorantreiben und besonders den Kontakt zu China, Russland und der Türkei ausbauen.

(tno/se/reuters/sda)

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