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Frankreich legt Text für Klima-Abkommen vor

No Plan B: Die Konferenz in Paris gilt als letzte Chance. Reuters

Die Klimakonferenz in Paris könnte in der Verlängerung doch noch zum Erfolg werden. Nach einer Nacht des Feilschens hat der französische Aussenminister Laurent Fabius einen Schlussentwurf vorgelegt.

Veröffentlicht am 12.12.2015

In Paris haben es die 196 Delegationen am Samstag in der Hand, die Welt vor schweren Klimakatastrophen zu bewahren. Frankreich legte ihnen die Schlussfassung für ein alle Länder einbeziehendes Klima-Abkommen vor, über das sie nun befinden müssen.

Konferenzleiter Laurent Fabius trat kurz vor 12 Uhr vor die Plenarversammlung, um die letzte Fassung für ein Abkommen zu unterbreiten. Es sei ein ehrgeiziger, ausgewogener und dynamischer Schlussentwurf.

100 Milliarden Dollar jährlich ab 2020

Das zentrale Anliegen sei erhalten geblieben: Die Erderwärmung solle auf unter zwei Grad begrenzt werden. Ferner sollten die Bemühungen fortgesetzt werden um eine Limitierung auf 1,5 Grad zu halten, um die Risiken und Folgen des Klimawandels deutlich zu senken.

Die Klimafinanzierung, mit der die vom Klimawandel am stärksten betroffenen Länder technisch und finanziell unterstützt werden sollen, wurde auf 100 Milliarden Dollar jährlich ab 2020 festgesetzt. Diese Summe solle 2025 überprüft und wenn nötig angepasst werden, führte Fabius aus. Die nationalen Reduktionsziele für Treibhausgase sollten zudem alle fünf Jahre kontrolliert und allenfalls verstärkt werden.

«Die Welt würde es nicht verzeihen»

Die Klimakonferenz von Paris sei ein Wendepunkt. Bei einem Scheitern wäre das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit der Staatengemeinschaft in Gefahr. «Die Welt würde es nicht verzeihen», ermahnte Fabius die 196 Delegationen. Diese erhalten laut Fabius den Text um 13.30 Uhr, da noch Übersetzungen beendet werden müssten. Die Plenarversammlung setzte er auf 15.45 Uhr an. Dann sollte der Entscheid über das Abkommen fallen.

Auch Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon und Frankreichs Präsident François Hollande appellierten an die Plenarversammlung, diesen historischen Moment nicht zu verpassen. Es handle sich um den entscheidenden Vertrag für den Planeten, sagte Hollande. Der 12. Dezember 2015 könnte ein grosser Tag für die Menschheit werden.

(sda/gku)

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