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Anschläge
Frankreich und der Terror

Eiffelturm: Das Wahrzeichen Paris' ist auch das Symbol im Netz gegen die Anschläge.  Keystone

Frankreich ist seit langem im Visier von Terroristen. Anschläge im eigenen Land sorgen immer wieder für Schrecken.

Veröffentlicht am 15.11.2015

Die Politik Frankreichs im Ausland hat zur Folge, dass das Land immer wieder in den Fokus von Attentätern gerät - im In- und Ausland. Einige Beispiele:

August 2015: In einem Thalys-Schnellzug auf dem Weg von Amsterdam nach Paris eröffnet ein mutmasslicher islamistischer Terrorist mit einem Sturmgewehr das Feuer und verletzt zwei Menschen schwer. Der Mann wird von Passagieren überwältigt und der Polizei übergeben.

Januar 2015: Bei einem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" in Paris werden zwölf Menschen ermordet. Die beiden islamistischen Attentäter Chérif und Said Kouachi kommen zwei Tage später bei einer Polizeiaktion nordöstlich von Paris um. Der Islamist Amedy Coulibaly, der die Brüder Kouachi kannte, erschiesst bei Paris eine Polizistin und nimmt mehrere Geiseln in einem jüdischen Supermarkt. Er tötet dort vier Menschen, bevor er von der Polizei erschossen wird.

September 2014: Die Gruppe Jund al-Khilafa ("Soldaten des Kalifats"), ein Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat, enthauptet einen in Algerien entführten französischen Touristen.

November 2013: In Mali werden zwei Mitarbeiter von Radio France Internationale (RFI) entführt und ermordet. Die Terrororganisation Al-Kaida im islamischen Maghreb bekennt sich zur Tat. Zuvor hatte sich die Gruppe dazu bekannt, eine andere französische Geisel getötet zu haben.

März 2012: Ein Serien-Attentäter erschiesst sieben Menschen, darunter drei Kinder und einen Lehrer einer jüdischen Schule. Er wird nach rund 32-stündiger Polizeibelagerung seiner Wohnung erschossen. Zuvor hatte er sich als Al-Kaida-Anhänger bezeichnet.

Oktober 2002: Vor der Küste Jemens rammt ein mit Sprengstoff beladenes Boot den französischen Tanker "Limburg". Ein Matrose kommt ums Leben. Al-Kaida bekennt sich zu dem Anschlag.

Dezember 1996: Bei einem Anschlag mit einer Gasflaschen-Bombe im Pariser S-Bahnhof Port Royal kommen vier Menschen ums Leben. Bereits 1995 waren bei einer Serie von Terroranschlägen, die islamischen Fundamentalisten aus Algerien zugeschrieben werden, in Frankreich insgesamt acht Menschen getötet worden.

September 1989: Bei einem Absturz eines französischen Flugzeugs in Folge einer Bombenexplosion an Bord über dem afrikanischen Staat Niger sterben 170 Menschen. Ein französisches Gericht verurteilt sechs Libyer in Abwesenheit zu lebenslanger Haft, unter ihnen einen Schwager des damaligen libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi.

(sda/chb)

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