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Aufrüstung
Frankreich wappnet sich gegen Cyber-Attacken

Marine Le Pen: Es gibt die Befürchtung, dass Russland ihr helfen will. Keystone

Frankreich will vor der Präsidentenwahl seine Cyber-Abwehr ausbauen. Grund sind die Angriffe bei der US-Wahl im November. Auch andere Länder, in denen wichtige Wahlen anstehen, sind in Gefahr.

Veröffentlicht am 08.01.2017

Um sich vor Hackerattacken vor der Präsidentenwahl zu wappnen, will Frankreich seine Cyber-Abwehr ausbauen. Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian will die Zahl der «Cyber-Soldaten» bis 2019 auf 2600 verdoppeln.

Le Drian sagte in einem Interview mit der Wochenzeitung «Le Journal du Dimanche», sein Land sei genau wie die USA Ziel von Cyber-Angriffen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch in Frankreich der Wahlprozess gestört werden solle. Ins Visier der Hacker könne auch die Infrastruktur, wie etwa die Wasser- und Stromversorgung, sowie Medien oder Behörden geraten.

Angst vor Russland

In Frankreich finden im April und Mai Präsidentenwahlen statt. Die US-Geheimdienste hatten der russischen Regierung vorgeworfen, eine Hacker-Kampagne mit dem Ziel gestartet zu haben, Einfluss auf die US-Wahl im November zu nehmen.

Auch vor der Bundestagswahl in Deutschland im September wächst die Besorgnis vor Hackerattacken und gezielten Desinformationskampagnen.

(sda/gku)

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